Handbuch für Technologie und Organisation

Methoden

Methoden

Methoden definieren, wie technologische Strategien in die Praxis umgesetzt werden. Sie sind die Spielregeln für die Zusammenarbeit zwischen Engineering, Business und Operations. Ein konsistentes Methoden-Set reduziert Abstimmungsaufwand in den Teams und sorgt für reproduzierbare Qualität.

In diesem Bereich finden sich bewährte Frameworks wie das C4 Model für die Architektur-Dokumentation, Site Reliability Engineering (SRE) für den stabilen Betrieb und Agile Scaling Methoden für wachsende Organisationen.


Inhaltsverzeichnis

  • Agile Scaling und Descaling: Agile Scaling stärkt die Handlungsfähigkeit von Teams durch einfachere Strukturen, Stream-aligned Ownership und End-to-End-Verantwortung.
  • Bounded Context: Klare Domänengrenzen schaffen wartbare Modelle, gemeinsames Verständnis zwischen Teams und die Basis für Microservice-Architekturen.
  • C4 Model und Docs-as-Code: Aktuelle Architektur-Diagramme bleiben vertrauenswürdig, wenn C4 Model und Docs-as-Code Dienste, Abhängigkeiten und Änderungen mit dem Code verbinden.
  • Compliance as Code: Kontinuierliche Compliance as Code macht regulatorische Kontrollen maschinenlesbar, prüfbar und fest in Delivery-Prozesse integriert.
  • DDD (Domain-Driven Design): Domain-Driven Design schafft klare Bounded Contexts, in denen Begriffe eindeutig sind und Microservice-Architektur eine fachliche Basis erhält.
  • FinOps und Cloud Economics: FinOps macht Cloud-Kosten transparent: Tagging, Right-Sizing und Operating-Praktiken halten Infrastruktur-Ausgaben steuerbar.
  • GitOps und Reconciliation: GitOps hält Infrastruktur konsistent: Pull Requests, deklarative Konfiguration, nachvollziehbare Änderungen und schnelles Disaster Recovery.
  • Golden Path: Golden Paths beschleunigen Delivery mit unterstützten Entwicklungspfaden und erhalten Team-Autonomie für begründete Abweichungen.
  • InnerSource und Code Openness: InnerSource öffnet Code-Basen im Unternehmen für Korrekturen per Pull Request, klarere Delivery-Flows und breiteren Wissensaustausch.
  • ITIL vs. SRE: SRE macht ITIL Service Management ausführbar: Software Engineering automatisiert Aufgaben und steuert Zuverlässigkeit über Error Budgets.
  • Lastenheft und Pflichtenheft: Klare Anforderungen kommen vor der Umsetzung: Das Lastenheft beschreibt die Bestellersicht, das Pflichtenheft Lösung und Lieferumfang.
  • Nearshoring und Vendor Integration: Vendor Integration erhöht Lieferqualität, wenn Dienstleister dieselben GitOps-, CI/CD- und Dokumentationsmethoden nutzen wie interne Teams.
  • Blameless Post-Mortems: Blameless Post-Mortems machen Incidents zu Timelines, Systemanalyse und konkreten Action Items für stärkere operative Resilienz.
  • RASCI-Matrix: RASCI-Matrizen schaffen Zuständigkeitsklarheit, indem Verantwortung, Rechenschaft, Support, Konsultation und Information klar zugeordnet sind.
  • Refactoring: Regelmässiges Refactoring hält Code erweiterbar, Bugs kontrollierbar und technische Schulden sichtbar, während Verhalten stabil bleibt.
  • RFCs und ADRs: RFCs und ADRs machen Architekturentscheidungen prüfbar, durchsuchbar und offen für Expertenfeedback über Team- und Zeitgrenzen hinweg.
  • Strangler Fig Pattern: Das Strangler Fig Pattern ersetzt Legacy-Systeme schrittweise, indem neue Funktionen um laufende Produktionssysteme wachsen.
  • 20% Tech Debt Rule: Die 20% Tech Debt Rule hält Delivery Speed stabil, indem Kapazität für Refactoring, Updates und Architektur-Verbesserungen reserviert wird.