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Glossar

Dieses Glossar definiert die zentralen Fachbegriffe, die im Neuland-Handbuch verwendet werden. Ziel ist die Etablierung einer gemeinsamen Fachsprache (Ubiquitous Language) zwischen Business, Engineering und Operations.


A

  • API (Application Programming Interface): Eine Schnittstelle, die es verschiedenen Software-Systemen ermöglicht, standardisiert miteinander zu kommunizieren.

B

  • Bounded Context: Ein zentrales Konzept aus DDD, das einen Bereich definiert, in dem bestimmte Begriffe eine eindeutige, abgegrenzte Bedeutung haben.

C

  • Compliance as Code: Die technische Umsetzung von regulatorischen Vorgaben durch automatisierte Prüfskripte in der Infrastruktur.
  • Conway's Law: Die Beobachtung, dass die Architektur eines Systems die Kommunikationsstrukturen der Organisation widerspiegelt, die es entwickelt hat.

D

  • Data Mesh: Ein dezentraler Architektur-Ansatz, bei dem Datenhoheit und -verantwortung bei den jeweiligen Fachdomänen liegen.

E

  • EMBAG: Das Schweizer Bundesgesetz über den Einsatz elektronischer Mittel zur Erfüllung von Behördenaufgaben (Open Source by Default für Bundesbehörden).

G

  • Golden Path: Ein standardisierter, vom Plattform-Team unterstützter Weg für Entwickler, um eine Aufgabe (z. B. neuen Service erstellen) schnell und sicher zu erledigen.

L

  • Legacy System: Ein veraltetes, aber oft geschäftskritisches IT-System, das schwer zu warten oder zu integrieren ist.

M

  • MACH Architecture: Akronym für Microservices, API-first, Cloud-native und Headless.
  • Managed Service: Ein IT-Dienst (z. B. Datenbank), dessen Betrieb und Wartung von einem externen Provider übernommen wird.
  • Microservices: Ein Architektur-Stil, bei dem eine Anwendung als Sammlung von kleinen, unabhängigen und spezialisierten Diensten gebaut wird.

P

  • PADN: Pragmatische Anleitung Digitales Neuland (dieses Handbuch).
  • Platform Engineering: Die Disziplin des Aufbaus von internen Plattformen zur Reduktion der kognitiven Last für Entwicklerteams.

R

  • Refactoring: Die Verbesserung der internen Struktur von Code, ohne dessen externes Verhalten zu ändern.

S

  • SaaS (Software as a Service): Ein Modell, bei dem Software über das Internet als Dienst gemietet wird, statt sie lokal zu installieren.
  • SBOM (Software Bill of Materials): Eine maschinenlesbare Inventarliste aller Komponenten und Abhängigkeiten einer Software.
  • SLO (Service Level Objective): Ein konkretes Ziel für die Zuverlässigkeit eines Dienstes (z. B. 99.9% Uptime).
  • SRE (Site Reliability Engineering): Eine Disziplin von Google, die Software-Methoden auf den IT-Betrieb anwendet, um hochskalierbare und zuverlässige Systeme zu bauen.
  • Strangler Fig Pattern: Eine Methode zur schrittweisen Ablösung von Legacy-Systemen durch neues Umwuchern mit modernen Services.

T

  • TCO (Total Cost of Ownership): Die Gesamtkosten eines IT-Systems über seinen gesamten Lebenszyklus (Anschaffung, Betrieb, Wartung, Ablösung).

Z

  • Zero Trust: Ein Sicherheitsmodell, das davon ausgeht, dass keinem Nutzer und keinem Gerät im Netzwerk blind vertraut werden darf (Never trust, always verify).