Treuhand-Digitalisierung

Das Branchenpaket digitalisiert Treuhand-Kanzleien auf beiden Seiten: die eigene Kanzlei und die Schnittstelle zu den Mandanten. Die Kanzlei arbeitet schlank, medienbruchfrei und sicher, während Mandanten gemeinsame Portale und automatisierte Datenflüsse erhalten, ohne dass die fachliche Sorgfalt leidet. Die Beurteilung von Mandat, Rechnungslegung und Prüfung bleibt bei den verantwortlichen Treuhändern und Prüfern. Übernommen wird die technische Seite: Architektur, kontrollierte Umsetzung, Integration und Security, für die Kanzlei selbst und für die Systeme, die Kanzlei und Mandant verbinden.


Typische Ausgangslagen

Eine Treuhand-Kanzlei:

  • die eigene IT strukturieren oder modernisieren will: bestehende Systeme, Prozesse und Datenflüsse werden analysiert und in ein herstellerneutrales Zielbild überführt
  • digitale Mandantenservices aufbauen möchte, ohne eine fertige Standardlösung zu kaufen: Portale, Onboarding-Strecken und Dokumentenaustausch werden auf einer kontrollierten Architektur geplant
  • bestehende Einzellösungen sauber verbinden und in ein Operating Model überführen will: Schnittstellen, Zugriffsrechte, Protokollierung und Verantwortlichkeiten werden dokumentiert

Ergebnisse

Die Kanzlei kann ihr Geschäftsmodell von reiner Verwaltung zu höhermargiger Beratung verschieben: digitale Mandantenservices, ohne operative Kontrolle oder fachliche Eigenständigkeit abzugeben, und eine IT, die neue Mandate ohne neue Systembrüche aufnimmt. Als konkrete Artefakte entstehen:

  • ein herstellerneutrales Architektur-Zielbild
  • dokumentierte Datenflüsse und Schnittstellen
  • ein nachweisbar abgesichertes Zugriffs- und Protokollierungskonzept
  • ein Operating Model, das Verantwortlichkeiten festhält

Der Leistungsumfang

Mandant und Kanzlei werden über eine kontrollierte Schicht verbunden: ein verschlüsseltes Portal und klare API-Verträge statt Belege per E-Mail, mit einer Single Source of Truth in der Kanzlei.

sequenceDiagram
    accTitle: Datenfluss zwischen Mandant und Kanzlei
    accDescr: Der Mandant lädt Belege verschlüsselt ins Portal, das sie ins Kanzlei-Kernsystem übernimmt; nach Verbuchung und Prüfung stellt die Kanzlei die Lohnabrechnung bereit, die der Mandant sicher herunterlädt.
    participant M as Mandant
    participant P as Portal
    participant K as Kanzlei
    M->>P: Beleg verschlüsselt hochladen
    P->>K: Uebernahme ins Kernsystem (API)
    K->>K: Verbuchung und Prüfung (Fachurteil)
    K->>P: Lohnabrechnung bereitstellen
    P-->>M: sicher herunterladen

IT-Architektur für die Kanzlei Bestehende Systeme, Prozesse und Datenflüsse werden analysiert und ein belastbares Zielbild entworfen:

  • Buchhaltungs-, Dossier- und Reportingwerkzeuge herstellerneutral eingeordnet
  • über stabile API-Verträge verbunden, damit jede Lösung ersetzbar bleibt
  • eine Single Source of Truth, statt eine Adressänderung in drei Systemen zu erfassen

Mandanten-Digitalisierung als kontrollierte Ausweitung Wo die Kanzlei ihren Mandanten digitale Abläufe anbietet, entstehen Portale, Onboarding-Strecken und Dokumentenaustausch auf einer klaren Architektur statt als Notlösungen, sodass Belege rechtssicher hoch- und Lohnabrechnungen heruntergeladen werden, ohne sensible Daten unverschlüsselt per E-Mail zu versenden.

Integration und Schnittstellen Fachsysteme werden über Schnittstellen verbunden (Anti-Corruption-Layer zum Kernsystem), statt Daten manuell zu übertragen. Priorisierung und Sequenzierung verhindern, dass neue Werkzeuge zusätzliche Abhängigkeiten statt Entlastung schaffen.

Security und Operating Model Zugriffsrechte, Protokollierung und Datenspeicherung werden so ausgestaltet, dass Mandatsdaten technisch und nachweisbar geschützt sind (Zero Trust). Das Operating Model legt fest, wer welche Systeme verantwortet und wann externe Unterstützung beigezogen wird.


Abgrenzung

Die Beurteilung von Mandat, Rechnungslegung und Prüfung liegt ausschliesslich bei den Fachverantwortlichen in der Kanzlei; es werden keine buchhalterischen oder rechtlichen Empfehlungen gegeben. Die technische Begleitung endet nicht an der Kanzleitür: Wo die Kanzlei ihren Mandanten digitale Abläufe anbietet, wird die notwendige Architektur mitgeplant, die operative Führung der Mandatsbeziehung bleibt aber bei der Kanzlei. Die Wahl konkreter Softwareprodukte wird unterstützt, nicht vorgeschrieben: Die herstellerneutrale Grundlage liefert die Unabhängige Software-Auswahl. Der laufende, stichtagssichere Betrieb der Kanzleisysteme gehört zum Service Management.


Eckdaten

Der Aufwand richtet sich nach Grösse der Kanzlei und Breite der Digitalisierung:

  • wie viele Kernsysteme betroffen sind
  • wie eng die Mandanten-Schnittstellen eingebunden werden
  • wie tief Integration und Security reichen

Eine fokussierte Kanzlei-Modernisierung ist klar umrissen, eine durchgängige Digitalisierung über Kanzlei und Mandanten verlangt mehr. Was die Begleitung im konkreten Fall kostet, hängt an genau diesen Faktoren. Der Preis-Richtwert nennt den Rahmen für die eigene Kanzlei.

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Weiterführende Informationen

  • API-First, Systeme verbinden ohne verschleierte Abhängigkeiten.
  • nDSG, Datenflüsse und Zugriffsschutz nach Schweizer Datenschutzrecht.
  • Make or Buy, die richtige Software für Kanzlei und Mandanten wählen.

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