Make-or-Buy-Beratung

Die Make-or-Buy-Beratung klärt unabhängig, ob Standardsoftware, Eigenbau oder welches Produkt über die Laufzeit taugt. Diese Weichenstellung bindet Budget über Jahre, deshalb zählt eine neutrale Entscheidung ohne Eigeninteresse an einer bestimmten Lösung. Verkäuferversprechen, eine wachsende Zahl an SaaS-Abonnements und Zeitdruck verstellen leicht die Sicht auf die tatsächlichen Kosten und Abhängigkeiten. Hier steht die Kategorie noch offen: zuerst die Grundsatzfrage Kaufen oder Bauen, dann erst, welches konkrete System.


Typische Ausgangslagen

  • wachsender Lizenz- und Abo-Wildwuchs: ein Lizenz- und SaaS-Inventar macht Doppelspurigkeiten, ungenutzte Seats und Verhandlungshebel sichtbar
  • drei nicht miteinander sprechende Fachapplikationen, die eine Integrations- statt einer Kaufentscheidung verlangen: die technische Entscheidungsmatrix trennt Integrationsbedarf, Anbieterreife und API-Offenheit
  • der Entscheid, ein stabiles, aber unflexibles Legacy-ERP zu behalten oder abzulösen: der Status quo wird gegen Ablösung, Exit-Pfad und Lock-in-Risiko gestellt
  • eine Organisation mit knappem Budget, die klären muss, welche Systeme sie wirklich braucht: Commodity, Kernprozesse und notwendige Systeme werden im gewichteten Anforderungskatalog getrennt

Ergebnisse

Es entsteht eine Entscheidungsgrundlage mit zwei Ebenen:

  • der Beschaffungs- und Investitionsentscheid, inklusive Lock-in-Risiko und Exit-Pfad
  • die technische Entscheidungsmatrix mit TCO-Modell, gewichtetem Anforderungskatalog und bewerteter Anbieter-Shortlist

Die Entscheidung lässt sich damit nachvollziehbar begründen und belastbar dokumentieren.


Der Leistungsumfang

Die Grundsatzfrage folgt einer klaren Logik: Nur ein wettbewerbsentscheidender Prozess rechtfertigt den Eigenbau, alles andere wird gekauft und sauber integriert.

flowchart TD
    accTitle: Make-or-Buy-Entscheidungsbaum
    accDescr: Ein Prozess wird geprüft: Commodity wird gekauft; ein wettbewerbsentscheidender Prozess wird gekauft und integriert, wenn der Markt ein passendes Produkt bietet, sonst selbst gebaut.
    A["Prozess oder System"] --> B{"Wettbewerbs-<br/>entscheidend?"}
    B -->|nein, Commodity| C["Buy<br/>Standard kaufen"]
    B -->|ja, differenzierend| D{"Markt bietet<br/>passendes Produkt?"}
    D -->|ja| E["Buy und integrieren<br/>Anbieter prüfen"]
    D -->|nein| F["Build<br/>Eigenentwicklung"]

TCO-Modellierung über 5 bis 10 Jahre Nicht die Anschaffung entscheidet, sondern die Gesamtkosten über die Lebensdauer:

  • Lizenzen, Wartung, Hosting, Integration und interne Aufwände
  • Kauf gegen Eigenbau gegen Status quo

Differenzierungs-Check Geprüft wird, ob ein Prozess ein austauschbares Commodity (etwa Buchhaltung) oder ein wettbewerbsentscheidender Kernprozess ist. Nur Kernprozesse rechtfertigen eine Eigenentwicklung.

Vendor Due Diligence und Shortlist Mögliche Anbieter werden geprüft, statt eine Verkaufspräsentation zu glauben:

  • technologische Reife, API-Offenheit und finanzielle Stabilität
  • Exit-Pfade und lokale Compliance

Lizenz- und SaaS-Inventar (Software Asset Management) Wo Abonnements und Lizenzen wuchern, schafft ein SAM-Inventar Überblick: Doppelspurigkeiten, ungenutzte Seats und Verhandlungshebel werden sichtbar.


Abgrenzung

Diese Beratung klärt die vorgelagerte Grundsatzfrage (kaufen, bauen, welche Kategorie) und bleibt unabhängig von späterem Implementierungsumsatz; empfohlen wird, was passt, nicht, was le dot selbst umsetzt. Geht es konkret um die Auswahl einer zentralen Geschäftssoftware, vertieft das die Unabhängige Software-Auswahl. Steht statt eines Neukaufs die schrittweise Ablösung eines Altsystems im Raum, ordnet das der Altsystem-Ablöseplan.


Eckdaten

Der Aufwand richtet sich nach Anzahl der Kategorien und Stakeholder:

  • wie viele Make-or-Buy-Entscheide parallel anstehen
  • wie tief die TCO-Modellierung und die Vendor Due Diligence reichen
  • wie breit das bestehende Lizenz- und SaaS-Inventar ist

Eine einzelne Kategorie ist zügig bewertet, ein breites Portfolio über viele Bereiche verlangt mehr Tiefe. Was die Beratung im konkreten Fall kostet, hängt an genau diesen Faktoren. Der Preis-Richtwert nennt den Rahmen für das eigene Portfolio.

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