Marktplatz für Lebensmittel mit Social-Network Funktionen

appetizze will die Frage beantworten: „Was essen wir heute?“.

appetizze nimmt die Evolution der aktuellen Esskultur und Internet-Technologien auf und bietet eine Plattform, welche Menschen verbindet und Ihnen die Möglichkeit bietet einen persönlichen Shop zu eröffnen, um Spezialitäten und Hausgemachtes über die Plattform zu verkaufen, sowie ihre Erfahrungen und Informationen über Lebensmittel zu teilen.

Marketplace, Social Network, Community - Idee und Ziele

Die Konsumenten sind auf dem direktesten Weg mit den Produzenten verbunden, womit beiden Parteien eine Plattform für transparenten und nachhaltigen Handel und Kommunikation geboten wird.

Konzept, Evaluation und Prototyping

Die Idee von einem Social Marketplace für Lebensmittel ist im Ansatz im Jahr 2014 entstanden. Durch die Entwicklung der Fernseh- und YouTube-Küche war die Foodie-Welle gerade am anschwellen und es war offensichtlich, dass die breite Öffentlichkeit an dem Thema Essen Interesse findet und mitreden will. Soziale Netzwerke waren dabei ein Schlüsselwerkzeug, um das Zielpublikum zu erreichen, so sollten die Kernfunktionen in den Bereichen Marktplatz und Persönlichkeit liegen. Das veröffentlichen eigener Angebote in einem persönlichen Shop soll auch für E-Commerce-Laien zugänglich sein und der Einkauf für den Endkunden in wenigen Schritten erledigt. Die Plattform bietet dabei einfache Social Network Funktionalitäten und Möglichkeiten Inhalte spezifisch zum Thema Lebensmittel zu publizieren.

Frage 1: Können wir ortsbasierte Inhalte verwalten?

Zuerst wurden die technischen Möglichkeiten geprüft, um ein Ortsbasiertes Verzeichnis zu realisieren. Mit den verfügbaren Plattformen von OpenStreetMaps oder Google Maps war dies einfach umsetzbar und (fast) beliebig erweiterbar. Erkenntnisse aus diesem Prototyp sind danach in andere Projekte wie GDS.FM oder Ankommen ZH eingeflossen.

Frage 2: Können wir Rezepte strukturiert ablegen und für spätere Einkäufe aufbereiten?

Klar können wir, die Frage war jedoch, wie strukturiert das Ganze sein kann. Da durch verschiedene Datenbanken bereits einiges an Vorarbeit im Bereich Produktmodell geleistet wurde, konnten wir hier mit einigen Tagen Integrationsaufwand bereits ein sehr weites Spektrum an Daten abdecken. Die Grundlage, welche wir gewählt haben, beruht auf der Datenstruktur vom Schweizerischen Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärvesen BLV, welche unter http://naehrwertdaten.ch/ abgerufen werden kann.

Frage 3: Sollen wir eine eigene Software schreiben oder auf bestehende Lösungen setzen?

Da wir durch den Bau der Prototypen bereits mit einigen Fragen Erfahrungen gesammelt haben und durch die vorherigen E-Commerce Projekte wussten wo die Herausforderungen lagen, wollten wir sicherstellen, dass wir uns das Leben nicht unnötig kompliziert machen.

Der Business Case - Handel mit Lebensmitteln im Netz

appetizze war eine komplett eigenfinanzierte Startup-Idee. So haben wir bereits vor der technischen Machbarkeit das Thema Monetarisierung abgeklärt und dabei darauf gesetzt, das Geschäftsmodell auf drei existierenden Pfeilern aufzusetzen.

Provisionseinnahmen

Bei Verkäufen auf dem Marktplatz wird dem Anbieter eine Provision verrechnet. Das klassische Geschäftsmodell von Marktplätzen im Internet.

Gesponserte Inhalte

Der redaktionelle Teil von appetizze sollte sich auf die klassische Zeitungsarbeit konzentrieren und so zum einen den Content Marketing Pfeiler aufsetzen, zum anderen Möglichkeiten für Einnahmen im Bereich AdSense von Google und ähnlichen Anbietern schaffen.

Personalisierung und Onlinemarketing

Nach dem Vorbild der bestehenden sozialen Netzwerke sollen Händler und Werbetreibende Anzeigen bei Ihrem Zielpublikum platzieren, messen und verbessern können.

Fazit und Erkenntnisse aus dem Projekt

Die aktive Projektentwicklung wurde Ende 2018 in der beschriebenen Form bis auf weiteres eingestellt. Aus der Zeit in der wir an dem Projekt gearbeitet haben, konnten wir einige Erfahrungen für die kommenden Marktplätze mitnehmen.

Die Frage nach Huhn oder Ei

Auf dem Markt treffen sich Angebot und Nachfrage - soviel zu der Theorie. Praktisch gesehen ist es jedoch so, dass eine interessante Idee noch nicht ein funktionierender Marktplatz ist und das Gleichgewicht zwischen Anbietern und Käufern ausgewogen und interessant sein muss.

Durch Iteration die Chancen erkennen

Unsere Kompetenzen liegen klar bei der Software und deren Einsatz. Während des Projekts haben wir festgestellt, dass Lebensmittelhandel auch eine interessante Logistikherausforderung darstellt. Die Annehmlichkeiten, welche der Kunde bei den meisten Shops geniesst, wie Zustellung am selben oder am Folgetag, weite Lieferwege oder klare Vergleichbarkeit von Produkten sind bei Lebensmitteln komplizierte Vorhaben. Es gibt jedoch gerade mit den neuen Technologien wie Blockchain, autonomes Fahren und künstliche Intelligenz viele neue Möglichkeiten für innovative und moderne Lösungsansätze.

Aktuelle Trends sind schon vorbei

Anfänglich schien es Sinn zu machen, auf bestehende Geschäftsmodelle zu setzen, und das Risiko auf drei Pfeiler zu verteilen. Aus heutiger Sicht war dies zu einfach gedacht. Bestehende Trends sind bereits vorbei. Man kann zwar versuchen vom Schwung zu profitieren und es nutzt sicher auch, dass die Nutzer über bestimmte Mechaniken wie Onlineeinkauf und Soziale Netzwerke bereits im Bilde sind. Sobald aber ein solches Modell grundlegend in Frage gestellt wird, wie zum Beispiel bei den Datenschutzthemen von Facebook und Google+, den beiden grössten Mitspielern, welche schlussendlich auch uns dazu brachten unser Geschäftsmodell zu überdenken.

Weiterführende Informationen

Ein Überblick über das Thema Marktplätze im Netz folgt bald im Blog. Bis dahin können Sie Ihre Fragen und Ideen direkt an mirko@le-dot.com richten. Eine Demo vom Marktplatz ist auf https://www.appetizze.net verfügbar.


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