Sound Circle Festival Redesign - Fallstudie

Seit vier Jahren existiert das Sound Circle Festival und spielt sich in der Zürcher Gemeinde Hüntwangen ab. Das junge Openair experimentiert mit diversen Musikrichtungen und spricht somit ein gemischtes Publikum an. Das Hauptmerkmal des Festivals ist das Amphitheater, errichtet nach römischem Vorbild, welches einen grossen Beitrag zum Charakter des Events leistet. Als weiteres Kennzeichen kommt die idyllische Umgebung hinzu, die für besondere Begegnungen sorgt.

Während der Vorbereitungen zum Sound Circle Festival 2013 wuchs bei den Organisatoren, dem Verein Echo Musik, der Wunsch nach einem besseren visuellen Auftritt. Nebst einem optischen Update brauchte das Openair eine Design-Richtlinie, die sich durch alle Online- und Printmedien hindurchzog.

Dieser Wunsch war der Startschuss für einen langlebigen Designprozess, der typische Abläufe wie Research, Analysen, viele Entwürfe und etliche Feedbackrunden enthielt. Als finales Resultat kamen diverse Werbemedien für das Festival 2014 zustanden, sowie das Dokument Visuelle Identität Version 1. Es enthält die Grundlage des neuen Designs, sowie die Anschauungsmateriale welche anhand der Richtlinien erstellt wurden.

Das Ergebnis wird absichtlich mit Visuelle Identität Version 1, anstelle von Corporate Identity betitelt, da dem jungen Festival noch viele Entwicklungen und somit Veränderungen bevorstehen. Aus diesem Grund sollte man das Dokument als einen Leitfaden betrachten, der dem Openair unter die Arme greift und nicht ein einschränkendes Konzept ist.



“Ausgangslage“ ist der erste Teil des Dokuments, der anhand des Deskresearch und diverser Diskussionen mit den Vereinsmitgliedern entstand. Er ist ein Sammelsurium der bis anhin verwendeten Bildern, Schriften und Visual, und bildete die Grundlage für das spätere Fortschreiten. Während der Recherche nahm man die vorhandenen Medien, sprich die Webpage, Facebookpage und die Druckmaterialien unter die Lupe, filterte die bedeutenden Elemente heraus, gruppiert und ordnete sie. Den Vereinsmitglieder lag es am Herzen, dass das neue Design Ähnlichkeiten mit dem vorherigen Stil aufweist. Aus diesem Grund waren die Ergebnisse der Recherche von tragender Bedeutung.

Ergänzt durch diverse Schnellentwürfe und Verbesserungsvorschläge entstand aus der „Ausgangslage“ ein neues Schreiben, welches dem Verein unterbreitet wurde. Nach mehrmaligen Besprechungen, Feedbackrunden und Überarbeitungen kam man zu einer übereinstimmenden Vorstellung des Sound Circle Festival Designs.

Auf diese Weise entstand der zweite Abschnitt des Dokuments mit dem Titel „Richtlinien”. Diese Version hält fest welche Schriften, Farben und Schreibweisen für das Festival in der Zukunft verwendet werden. Die erste Version bildet die Basis für weiteres Vorgehen in Hinsicht auf die Anschauungsmaterialien.

Gewappnet mit dem Wissen aus den beiden Abschnitten startete man mit dem Entwurf der Pre-Session Flyer. Die Pre-Session Plattform eignete sich ideal zum testen der Farben und Schriften. Des Weiteren nutze man sie als eine Entwurfsstelle für die zukünftigen visuellen Elemente. Während dieses Prozesses kam der Ansatz für die Anschauungsmaterialien, welche für das Festival 2014 erarbeitet wurden. Die Designgrundlage bildete das Sound Circle Festival Logo, welches stark minimalisiert wurde und dessen einzelne Elemente variierende Grössen bekamen.

Die Pre-Session war ein lebhafter Entwurfsprozess dank welchem sich klare Vorstellungen und Ansprüche, für die visuelle Sprache des Festivals 2014 herauskristallisierten. Raues Erscheinungsbild, Visualisierung des Amphitheaters und eine abgeänderte Form des Logos waren die Kriterien für die neuen Werbemittel. Die finalen Resultate, der Pre-Session und des Festivals, sind im letzten Abschnitt des Dokuments „Ergebnisse“ hinterlegt.

Rückblickend auf die Erstellung des neuen Designs kann eins festgehalten werden; das gemischte Publikum des Festivals stellte die grösste Herausforderung dar, da man einen allgemein ansprechenden Auftritt kreieren sollte. Was in der Zukunft passiert und welchen Weg das Festival einschlagen wird ist noch offen und somit äusserst spannend.

Thema: 
Design, Fallstudie, Webdesign

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