Die neuen Banker tragen lustige T-Shirts - was sind Bitcoins?

Bitcoins

Bild unter Creative Commons Lizenz von CryptoCoin News

Bitcoin ist die Währung der Zukunft. Das kann man gut oder schlecht finden, in einigen Jahren werden die meisten aber die Ironie einsehen müssen, dass unser Währungssystem heute darauf beruht seltenes Papier mit fortlaufenden Seriennummern zu bedrucken und gegen Waren oder Dienstleistungen zu tauschen.

Digitale Krypto-Währungen haben den Beigeschmack von schmuddeligen Internetseiten, welche wir noch nie selber besucht haben. Das Fundament dazu beruht auf Mythen und Medienberichten. Schlussendlich sind die Mechanismen des Währungssystems schlicht und einfach den meisten Menschen unbekannt.

Wie funktioniert Geld

Das Geld und die damit verbundenen Währungen sind aus dem Bedürfnis entstanden den Handel von Waren und Dienstleistungen zu vereinfachen. So erhielten wir die Möglichkeit zwei voneinander unabhängige Dinge auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, und im Tausch für Geld der entsprechenden Währung Waren käuflich zu erwerben und damit zu handeln.

Um den Handel zwischen verschiedenen Währungen zu ermöglichen bedarf es jedoch eines gemeinsamen Nenners, der Wechselkursparität.

Ursprünglich beruhte der Umtausch von Geld auf einem feststehenden Wertverhältnis zu den Münzmetallen (Silber oder Gold). Das Geld entsprach somit dem Materialwert in der Währung welche es verkörperte - sogenannte Kurantmünzen.

Später wurde auf dieser Grundlage entschieden den Wechselkurs von Geld an Gold zu verankern, um so den Tausch von Papiergeld zu ermöglichen. Die Nationalbanken waren verpflichtet gegen das Vorweisen des Papierscheins dem Überbringer den Gegenwert in Gold auszuhändigen (Goldstandard).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde schlussendlich die uns heute bekannte Währungsordnung nach dem Bretton-Woods-System geschaffen. Dabei wurde der Gegenwert zum Geld aufgehoben, und der US Dollar als Ankerwährung bestimmt. Zur Kontrolle des Systems wurden die Institutionen Weltbank und Internationaler Währungsfonds geschaffen.

Anfang der 70-er Jahre wurde das Bretton-Woods-System zwar abgeschafft, jedoch sind heute noch diverse Währungen eng an den Dollar gebunden, und die geschaffenen Institutionen bestehen mit teils veränderten Zuständigkeiten noch heute.

Sie sehen also, das Papiergeld im Portemonnaie hat wenig mit dem Gold zu tun, welches in der Nationalbank liegt. Vielmehr ist eine Nationalbank stets bemüht den Tauschwert des Geldes mit den gegebenen Mitteln stabil zu gestalten. Ein gutes Beispiel sind die Massnahmen zum Wechselkurs des Schweizer Franken gegenüber dem Euro. Dabei hat die Schweizerische Nationalbank grosse Geldbestände an Euros eingekauft, um so die Nachfrage und damit einen hohen Warenwert des Euros aufrecht zu erhalten.

Wie funktionieren Bitcoins

Bitcoin ist die Bezeichnung für ein dezentrales Zahlungssystem mit virtuellen Krypto-Geldeinheiten. Die Idee einer virtuellen Währung setzt dort an wo die bekannten Währungen bereits heute stehen. So wird im Fall von Bitcoins seit Beginn darauf verzichtet überhaupt eine Wechselkursparität herzuleiten. Der Kurs von Bitcoins orientiert sich an Anbebot und Nachfrage auf dem Markt.

Entgegen den gewohnten Währungen bei welchen die Nationalbank bei Bedarf Notengeld nachdrucken kann, muss bei Bitcoins jede einzelne Einheit zuerst "erschaffen" werden. Das Rechnen des neuen Bitcoins wird dabei als Bitcoin-Mining bezeichnet.

Beim Mining werden neue Geldeinheiten der Bitcoin-Währung gerechnet. Teilnehmer der Währung können zu diesem Zweck Rechenleistung dem Netzwerk zur Verfügung stellen. Im Austausch zu der Rechenleistung erhalten die Miner vom Netzwerk nach erfolgten Berechnung eine Entschädigung in Bitcoin-Geld. Das Ergebnis der Berechnung dient der Bestätigung von Zahlungen und sichert den Betrieb des Bitcoin-Netzwerks. Mit zunehmender Menge an Bitcoins werden die Rechenoperationen immer komplexer, was dazu führt, dass für die steigende Menge an Bitcoins und den damit verbundenen Transaktionen immer mehr Rechenleistung zur Verfügung gestellt werden muss.

Der vermutlich grösste Unterschied zum Papiergeld und Ähnlichkeit zum Gold, ist die beschränkte Verfügbarkeit von Bitcoins. Die maximal mögliche Geldmenge sind 21 Millionen Bitcoins. Jeder einzelne Bitcoin muss dabei gerechnet und somit erschaffen werden.

Der letzte mögliche Bitcoin wird voraussichtlich im Jahr 2130 berechnet werden.

Geschichte der Bitcoins

Nachdem nun grundsätzliche Unterschiede zwischen den beiden Währungssystemen aufgezeigt sind, wollen wir uns kurz die aktuelle Geschichte von Bitcoins im Zeitraffer ansehen:

2008 - Satoshi Nakamoto publiziert das technische Konzept des "freien Geldes" in einer Mailing Liste für Kryptographen 

2009 - Start der Bitcoin Währung

2009 - Oktober - der Wechselkurs zwischen Bitcoins und US Dollar beträgt 1'309 BTC = $1.00 USD

2010 - Frühling - Erster Bitcoin Handel. Laszlo aus Florida bietet 10'000 BTC wenn ihm jemand eine Pizza zahlt. Ein Transaktionspartner aus London nahm dieses Angebot an und bestellte telefonisch zwei Pizzas für Laszlo in Florida.

2010 - Juli - Gründung der ersten Bitcoin Börse Mt. Gox in Japan - 4 der 21 Milionen wurden bereits "gemint". Der Wechselkurs beträgt zwischenzeitlich 1 BTS = $0.50 USD

2010 - 28. November - Wikileaks veröffentlicht die diplomatischen US-Berichte. Kurz darauf hin akzeptieren die bisherigen Bankdienstleister keine Spenden mehr an die Whistelblower Organisation.

2010 - 10. Dezember - Ein Artikel in PC World schlägt Bitcons als Möglichkeit vor Wikileaks zu unterstützen und verschafft so der neuen Idee viel positive Aufmerksamkeit.

2011 - Launch von Silk Road, einer Plattform im internet für Drogenhandel, welche nur Bitcons als Zahlungsmittel akzeptiert.

2011 - Februar - Parität zum Dollar - 1 BTC = $1.00 USD - dieser Stand läutet die Ankunft von Spekulanten ein

2011 - Juni - 1 BTC = $31.00 USD

2011 - Oktober - Nach dem Hack von Mt. Gox verliert Bitcon das Vertrauen und fällt zurück auf den Wechselkurs von 1 BTC = $2.00 USD

2012 - Juni - Wechselkurs von 1 BTC = $5.56 USD

2012 - November - Wordpress Blogplattform akzeptiert Bitcons als Zahlungsmittel

2013 - Februar - reddit akzeptiert Bitcons als Zahlungsmittel

2013 - März - An einem Samstag wird in der Frage der Eurokrise ein Rettungsschirm für Zypern beschlossen. Dieser Beschluss sah vor bei Bankkunden eine Stabilitätsabgabe der Ersparnisse einzufrieren um so dem Abzug der Geldmittel entgegenzuwirken. Diese Massnahme rückt wiederum den Fokus auf die digitale Währung ohne zentrale Kontrollstellen.

Parallel dazu wird in den USA durch staatliche Behörden festgestellt, dass Bitcoin keine illegale Technologie ist, was schlussendlich das grüne Licht für die Investoren gibt.

2013 - April - Wechselkurs von 1 BTC = $104.09 USD , daraufhin ein Sprung auf $238.09 USD, danach über die Hälfte an Wertverlust in 6 Stunden

2014 - Januar - Erster Bitcoin Geldautomat in der Markthalle im Viadukt in Zürich, zwischenzeitlich sind 12.2 Milionen Bitcoins im Umlauf

2014 - Februar - Mt. Gox wird gehackt - 350 Milionen US Dollar verschwinden

2014 - Juni - Der Schweizerische Bundesrat veröffentlicht einen Bericht über virtuelle Währungen wie Bitcoin, er verzichtet darauf neue gesetzliche Bestimmungen vorzuschlagen: "Aufgrund der Tatsache, dass virtuelle Währungen ein Randphänomen darstellen und sich nicht im rechtsfreien Raum bewegen, sieht der Bundesrat zurzeit keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf."

2014 - Juli - Der Bitcoin-Automat in Zürich, welcher zwichenzeitlich nicht betrieben werden durfte, ist wieder erlaubt

2015 - Januar - Hacker stehlen dem Marktplatz Bitstamps Bitcoins im Wert von 5 Millionen Dollar

2015 - Januar - Bitcoinautomat in Basel

2015 - Januar - Aufhebung des Mindestkurses für den Euro in der Schweiz

2015 - Februar - Am Valentinstag wird die Chinesische Bitcoin-Börse Bter gehackt. Kurz daraufhin wird bekannt, dass weitere Börsen auch Opfer von Hacker-Attacken geworden sind. Interpol, Europol, Kaspersky Lab und andere Institutionen decken auf, dass die Carbanak-Gang seit 2013 Banken in über 20 Ländern angegriffen und 1 Miliarde ($1'000'000'000.00) US Dollar erbeutet haben. Wechselkurs 1 BTC = $239.3 US Dollar (Stand 19. Februar 2015)

Bitcoin Kursentwicklung

Bitcoin Kursentwicklung

Praktische Anwendung

Wie anfangs erwähnt ist Bitcoin eine dezentrale Währung. Für die Konsumenten heisst dies, dass sie zwar Bitcoins in die ganze Welt transferieren können, aber kein zentraler Ansprechpartner für die Transaktionen zuständig ist, keine Hotline beantwortet die Fragen und kein Büro ist zuständig falls etwas schiefläuft.

Und schieflaufen kann sehr wohl was, da die Überweisungen von Bitcoins anonym verlaufen und nicht rückgängig gemacht werden können.

Sind die Bitcoins einmal transferieret, ist man darauf angewiesen, dass der Empfänger einem wohlgesonnen ist und uns die Bitcoins zurück überweist. Andernfalls ist es so, als wäre einem das Geld aus der Hosentasche gefallen, und man kann diesen Betrag abschreiben.

Fehler bei Überweisungen mit Bitcoins sind jedoch auch nicht gerade einfach, da bei der Eingabe der Adressen eine Auswertung der Prüfsumme stattfindet, um das Risiko eines Tippfehlers zu minimieren.

Zum Empfangen und Überweisen von Bitcoins kann eine lokale Bitcoin-Software oder eine Online-Plattform benutzt werden. Obschon der Begriff "Wallet" (englisch für ‚Geldbeutel‘ oder ‚Portemonnaie‘) darauf hin schliessen lässt, dass sich die Bitcoins als Inhalt darin befinden, ist dem nicht ganz so.

Das Wallet ist vielmehr eine Kreditkarte, welche die Zuordnung der Transaktionspartner bestimmt, ohne selber das Zahlungsmittel zu sein oder dieses zu beinhalten. Wallets enthalten somit keine Geldeinheiten, sondern Schlüsselpaare welche die Zuordnung des Bitcoin-Guthabens zu den einzelnen Besitzern der Wallets sicherstellen.

Die Transaktion der Bitcoins wird in der Blockkette gespeichert, welche alle bisher getätigten Transaktionen der Währung beinhaltet und der eigentliche Grundpfeiler der Bitcoin-Währung ist.

Zu den technischen Themen kommen wir gleich, bedenken wir aber jetzt, dass bei jeder Transaktion das gesamte Buchungsjournal der Währung aktualisiert wird, so haben wir einen der Gründe für die obige Aussage gefunden, warum bei zunehmender Menge an Bitcoins und deren Verwendung die Rechenoperationen immer komplexer werden.

Die Technologie hinter der digitalen Währung

Der Grundpfeiler der digitalen Währung ist die Blockkette oder Block-Chain. Vereinfacht gesagt ist dies eine verschlüsselte Text-Datei welche alle Transaktionen beinhaltet.

Einzelne Transaktionen werden jeweils durch die Rechenkapazität der Miner berechnet, und als Block an die vorangehenden Transaktionen angehängt. So beinhaltet die Block-Chain das gesamte Buchungsjournal der Währung - ein Traum für Buchhalter!

Die so entstandenen Daten werden dezentral gespeichert und weiterverarbeitet. Der grosse Unterschied zu den bisher bekannten dezentralen Datenbanken ist jedoch, dass jeder einen Teil dieser Datenbank besitzen und weiterverarbeiten kann, ohne den anderen Beteiligten den Zugriff darauf zu erteilen, oder selber Zugriff auf eine zentrale Stelle zu benötigen.

Das Vertrauen und die Konsistenz der Daten unter den verschiedenen Datensätzen werden dabei mit der sehr rechenintensiven Methode des Proof-Of-Work sichergestellt.

Das Proof-Of-Work kann man sich als ein Quizz mit vielen Fragen, und nur einer richtigen Antwort vorstellen. Obschon dies auf den ersten Blick sehr rechenaufwändig erscheint, und auch ist, liegt der Vorteil der Methode darin, dass diese sehr einfach zu prüfen ist.

Man kann sich ein Zahlenschloss am Fahrrad als Vergleich vorstellen. Es gibt zwar sehr viele Möglichkeiten von Zahlenkombinationen, welche eingegeben werden können aber nur die eine richtige Zahlenkombination öffnet das Schloss auch.

Die dezentrale Verteilung der Währung beruht auf der Peer-to-Peer-Struktur - ähnlich dem System BitTorrent.

Das Bitcoin-System unterliegt so keinen geographischen Beschränkungen – ausser der Verfügbarkeit einer Internet-Verbindung und eines online- oder lokalen Wallets. Dabei stellt das Wallet den Nachweis des Benutzers darüber, dass diesem auch eine Anzahl Bitcoins gehört und berechtigt diesen seine Bitcoins zu transferieren.

Die Empfangsadressen für den Empfang der Zahlung werden dabei aus den vorangehenden Schlüsseln erzeugt. So ist es möglich beliebig viele Adressen und somit Transaktionen zu generieren.

Die Bestätigung einer Zahlung dauert so lange, wie die Erzeugung eines neuen Blocks der Block-Kette. Durch die Technische Struktur des Systems besteht jedoch nicht gleich Konsens über die einzelne Transaktion.

Jede weitere Erzeugung eines Blocks erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahlung dauerhaft verbucht wird. Nach sechs aufeinanderfolgenden Bestätigungen gilt ein Transfer als hinreichend verbindlich bestätigt.

Business mit Bitcoins

Die verhältnismässig sehr junge Idee der digitalen Währung wird mit jedem Tag bekannter, weitere Benutzer kommen dazu, und es entsteht ein Markt der viele aufhorchen lässt.

Die Grundeinnahmequelle welche die Bitcoins in Bewegung hält, ist das Mining. Also das zur Verfügung stellen der eigenen Ressourcen um die einzelnen Transaktionen zu berechnen.

Eine Transaktion kostet eine Gebühr von mindestens 0,00001 Bitcoins = 0,1 mBTC. Diese Gebühr erhält der Miner als Belohnung.

Dabei muss man bedenken, dass die Komplexität der Operationen steigt, und somit auch laufend mehr Ressourcen benötigt werden. So ergibt sich am Ende eine Kosten-Nutzen Rechnung, welche darauf beruht mit möglichst wenig Energie möglichst viel Hardware zu betreiben um einen gleichbleibenden Gewinn erwirtschaften zu können.

Nachdem die Währung an Akzeptanz gewinnt werden auch die Investitionen in Bitcoins interessanter. Die aktuell reichste Bitcoin-Adresse hat einen Geldwert von $42'973'074.35 US Dollar (Stand 19. Februar 2015).

Bitcoin Richlist

Immer noch besteht das Problem der hohen Kursschwankungen bei Bitcoins. Diese Volatilität ist besonders bei jungen Währungen nichts neues und eigentlich zu erwarten.

Es empfiehlt sich also vermutlich noch nicht den Sparstrumpf in einem Wallet zu digitalisieren. Langfristig werden sich Bitcoins stabilisieren - nur weiss noch niemand welchen Tauschwert in Waren oder Dienstleistungen die digitale Währung haben wird.

Die naheliegende Verwendung in der kommenden Zeit ist das akzeptieren und tätigen von Zahlungen mit Bitcoins. Dabei muss wohl jeder selber herausfinden nach welchem Schlüssel die Schwankungen der Währung abgefangen werden können. Ansonsten kann es gut sein, dass jeden Tag der gesamte Bitcoinbestand jeweils zum Tageskurs verbucht werden muss.

Neue Geschäftsfelder eröffnen sich den Anbietern von Wallets oder Bitcoin Börsen. Dies wiederum wäre als ein Business-Modell mit Turbo-Risiko zu bezeichnen, da zur Zeit weder verbindliche noch nachhaltige Regulationen existieren, und die Bitcoin-Börsen ein lukratives Ziel für Hacker sind. Dies stellt die Börsen vor die selben Herausforderungen wie die bestehenden Finanzinstitute. Nur wird vermutlich ein Hack bei Bitcoin-Börsen schneller bemerkt als in den heutigen Banksystemen.

Abschliessende Gedanken

Neue Technologien sind immer gut! Der bestehende Markt wird gezwungen sich zu hinterfragen und wird sich zwangsläufig in die Richtung des Konsumenten bewegen müssen. Zukunftsgerichtete Anbieter werden sich heute schon Gedanken zum Thema machen und so einen Vorsprung gegenüber der schlafenden Konkurrenz gewinnen.

Oftmals werden aber die Ersten auch das Lehrgeld zahlen müssen - so ist das im Leben.

Bitcoins werden als eine Open Source Währung für alle bezeichnet. Tatsächlich ist es aber so, dass die frühen Nutzer gewisse Vorteile gegenüber den Nutzern haben welche erst später dazukommen. Entgegen dem Gedanken der freien Währung gibt es bereits Bitcoin-Oligarchen welche das ganze System ins wanken bringen können. Sei dies durch die grosse Mining-Farm, oder aber durch Handel mit so hohem Volumen, dass der ganze Markt ins Schwanken geraten kann und zu Spekulationen einlädt.

Vermutlich wurde auch aus diesen Gründen das Bitcoin-Modell dazu verwendet weitere digitale Währungen zu begründen. Teilweise sind dahinter grosse Unternehmen, wie z. B. bei Amazon Coins, oder Facebook Credits, manchmal aber auch nur Projekte wie die Coinye West's.

Früher oder später werden wir uns die Frage stellen müssen, ob ein bedrucktes Token-Papier welcher von einer Interessengemeinschaft nach bestem Wissen und Gewissen gesteuert wird, vertrauenswürdiger ist als ein Netzwerk über welches niemand und alle die Kontrolle haben. 

Als Erstes könnten wir die Berührungsängste bei Bitcoins ablegen, ein Wallet einrichten, und schauen wie's funktioniert. Warten sie nicht damit bis das Rückgeld am Automaten für die Bustickets nur noch digital ausbezahlt wird.

Vielleicht können wir uns ja auch vorstellen, dass die Herren mit den roten Krawatten bald von den neuen Bankern mit den lustigen T-Shirts abgelöst werden? Möglicherweise werden sich bald nationale und private Banken daran machen eigene Coins einzuführen und wir können am Kiosk bald mit Kanton-Coins Zahlen?

Technisch wäre dies zwar möglich, wirtschaftlich aber vermutlich wenig sinnvoll.

Fest steht einzig, dass Bitcoins existieren, und sie werden auch nicht so rasch wieder verschwinden.


Weiterführende Informationen

Bitcoin Dokumentation - The Rise and Rise of Bitcoin - Englisch

Bericht von Vice Motherboard über geheime Bitcoin-Mine in China

100 reichsten Bitcoin-Adressen

http://bitcoinrichlist.com/top100

Kursentwicklung von Bitcoins

https://blockchain.info

Standorte welche Bitcoins annehmen

http://coinmap.org/

Titelbild unter Creative Commons Lizenz von CryptoCoin News

Thema: 
Bitcoins, Blockchain, Netzkultur

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